Ereignis der Woche
Kaniber und Rainer eröffnen die Weinlese in Franken - historisch früher Start mit hoher Qualität:
(3. September 2026) Iphofen (Lkr. Kitzingen) – Die Weinlese 2026 in Franken ist offiziell eröffnet – und sie startet in diesem Jahr außergewöhnlich früh. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat heute gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie der Fränkischen Weinkönigin Angelina Seiler symbolisch die ersten Trauben geerntet und damit den Startschuss für die diesjährige Lese gegeben. Trotz Trockenheit und hoher Temperaturen präsentieren sich die Trauben gesund und von hoher Qualität.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer erklärte: "Weine aus Franken: Das ist Heimat im Glas, die weit über die Grenzen der Region hinaus geschätzt wird! Wir wollen, dass dies so bleibt. Daher werde ich mich auch weiterhin in Berlin und Brüssel für gute Bedingungen für den deutschen Weinbau einbringen. Schon jetzt setzen wir Erleichterungen beim Anbau und der Vermarktung um, das sorgt auch für weniger Bürokratie. All unseren Winzerinnen und Winzern danke ich für ihre - jedes Jahr aufs Neue - großartige Arbeit."
Nach einem Frühjahr ohne Spätfrost brachte bereits der Juni die erste Hitzeperiode. Auch im weiteren Verlauf des Sommers sorgten hohe Temperaturen dafür, dass die Trauben außergewöhnlich früh reiften. Die meisten Weinberge haben die Trockenheit gut verkraftet. Die Trauben fallen zwar teilweise etwas kleiner aus, sind dafür aber gesund. Die geringere Beerengröße sorgt zudem für konzentrierte Aromen – gute Voraussetzungen für kräftige und aromatische Weine.
Diesem Jahrgang sieht die Ministerin voller Optimismus entgegen: "Unsere Winzerinnen und Winzer haben diesen schwierigen Sommer mit viel Können und Einsatz gemeistert. Auch auf den außergewöhnlich frühen Lesebeginn haben sie sich schnell eingestellt. Diese Leistung verdient meinen größten Respekt und meine Anerkennung", sagte Kaniber.
Bayerns größtes Weinanbaugebiet mit herausragender Bedeutung für Wirtschaft und Tourismus
Franken ist mit rund 6.200 Hektar Rebfläche das größte Weinbaugebiet Bayerns. Knapp 3.000 Winzerinnen und Winzer bewirtschaften dort die Weinberge, viele von ihnen im Nebenerwerb. Rund 30 Prozent der Rebflächen gehören zu Betrieben, die in Genossenschaften organisiert sind.
Die gute Qualität des neuen Jahrgangs trifft derzeit auf eine schwierige Marktlage. Der Weinabsatz steht nicht nur in Franken unter Druck. Mit Blick darauf warb Kaniber auch für einen bewussten Griff zu heimischem Wein:
"Wer fränkischen Wein kauft, entscheidet sich nicht nur für ein hochwertiges regionales Produkt. Er unterstützt damit unsere Winzerfamilien und trägt dazu bei, eine einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten. Davon profitieren auch Gastronomie und Weintourismus in der gesamten Region", betonte die Ministerin.
Der Freistaat hilft darüber hinaus mit gezielten Maßnahmen, den fränkischen Weinbau zukunftsfähig aufzustellen.
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